Online Seminare Ausschreibungstexte:

 

Beißverhalten in der Krippe verstehen und achtsam begleiten
Im Krippenalltag begegnen wir immer wieder Kindern, die in unterschiedlichsten Situationen und in verschiedener Ausprägung Beißverhalten zeigen. Plötzlich, wie aus dem nichts heraus, tritt es auf und manchmal in einer Heftigkeit, die uns erschreckt. Nicht selten sind wir überfordert und reagieren mit Interventionen, die als unangemessen bezeichnet werden können, zum Beispiel dem „Time-Out“. In diesem Online-Seminar werden wir uns den vielfältigen Ursachen für Beißverhalten widmen. Das fachliche Wissen darum ist die Grundlage für eine responsive Begleitung und Unterstützung der Kinder in ihrer sozialen und emotionalen Entwicklung.

 

Konflikte unter jungen Kindern verstehen und achtsam begleiten

Kinder geraten bereits in jungen Jahren täglich in viele konflikthafte Situationen. Doch zeigen Studien und Beobachtungen in der Kitapraxis, dass ein Eingreifen durch die pädagogische Fachkraft nicht in jedem Fall nötig und hilfreich ist. Kinder entwickeln Strategien, um mit diesen kleinen, meist sehr kurzen Situationen gut umgehen zu können. Die Körpersprache ist ihre erste „Muttersprache“ und so kann ein schubsen bedeuten: „nein, hier spiele ich gerade!“ und das andere Kind geht einfach weg, ohne dass wir etwas gesagt haben. Natürlich erfordert dies ein genaues Beobachten und „präsent sein“ der Pädagog*innen. Schon junge Kinder haben so die Möglichkeit, Konfliktlösungskompetenz zu entwickeln. Dies wirkt sich positiv auf ihre ganze Entwicklung aus.
Hierfür zu sensibilisieren und auch um theoretisches Hintergrundwissen zu diesem wichtigen Thema wird es in diesem Online-Seminar gehen.

 

"Ich will aber!" Die Autonomiephase verstehen und achtsam begleiten

Sie kennen die Situation: Luca sitzt in der Garderobe und verweigert sich der Anziehsituation. Immer wieder sagt er „selber“ und dreht sich weg. Er versucht wiederholt, den Druckknopf seiner Jacke zu schließen, irgendwann packt ihn der Frust, was er lautstark zum Ausdruck bringt.
Erwachsene Bezugspersonen von Kindern in der Autonomiephase (auch „Trotzalter“ genannt) werden je nach Kind häufig mit Situationen konfrontiert, in denen sie möglicherweise hilflos sind, überfordert oder einfach nicht verstehen, was in dem Kind gerade vor sich geht.
Dieses Streben nach Autonomie als einen wichtigen Meilenstein der Entwicklung von jungen Kindern zu sehen, zu verstehen, was der entwicklungspsychologische Hintergrund ist und welche Begleitung Kinder in dieser Lebenszeit am besten brauchen, soll Inhalt des Online-Seminars sein.

 

Bildungsort Mahlzeiten - Essen und Trinken in der Kita

Kinder nehmen im Laufe des Krippenalltags bis zu fünf Mahlzeiten zu sich. Diese oft wiederkehrende Alltagssituation prägt die gesamte Entwicklung des Kindes und der Gestaltung ist ein hoher Stellenwert einzuräumen. Wie responsiv gestaltet und begleitet die pädag. Fachkraft diese Situation? Wie kann sie den Stress vermindern und worauf kommt es an, wenn es um die Organisation geht? Welchen Einfluss haben institutionelle Rahmenbedingungen und wie kann man die Mahlzeiten so miteinander verbringen, dass daraus eine gewinnbringende, Wohfühl-Situation wird, die bei einem guten Gelingen vielfältige Bildungs- und Selbstbildungsprozesse ermöglicht.

 

Ruhen und Schlafen in der Kita als pädagogische Herausforderung

Für alle Kinder gilt: Zu wenig Schlaf wirkt sich negativ auf das Gesamtbefinden und die Entwicklungs- und Bildungschancen des Kindes aus. Dennoch stellt das Schlafengehen im beruflichen Alltag eine Zeit dar, die häufig mit Stress, Hektik und Unsicherheit verbunden ist. Wie sieht eine fachlich gute und entspannt verlaufende Schlafbegleitung aus? Wie viel Schlaf braucht ein Kind? Benötigen alle Kinder einen Mittagsschlaf? Und dürfen/sollen schon junge Kinder geweckt werden? Es ist für Pädagog*innen in Krippen besonders wichtig, ein umfassendes Wissen über den Kinderschlaf zu entwickeln, auf dessen Basis sie sowohl das Schlafsetting in der Praxis gestalten als auch erfolgreiche Elternberatungen zu diesem Thema führen können.

 

Mikrotransitionen - die kleinen Übergänge im Krippenalltag planen und gestalten

Sie kennen die Situation: in der Garderobe sitzen einige Kinder bereits angezogen und müssen warten, weil die anderen noch nicht fertig sind. Es wird unruhig, Kinder agieren dies mit Bewegung aus und müssen ermahnt werden, sitzen zu bleiben, bis man gemeinsam rausgehen kann.
Welche Situationen im Alltag bereiten Ihnen und den Kindern am meisten Stress? Wie ist Ihr Alltag strukturiert, wieviel ist fest vorgegeben und verhindert womöglich, dass die kleinen Übergänge so gestaltet werden können, dass möglichst wenig Stress entsteht? Welche Bedeutung haben Rituale und wie genau können die Übergänge gestaltet werden? Welches Verhalten zeigen Kinder, denen Übergänge schwer fallen und die eine andere Unterstützung brauchen? Gerade der Wechsel von Räumen, Bezugspersonen, Spielpartnern oder Situationen sind für Kinder und Kindergruppen herausfordernd und bedürfen einer sorgsamen, responsiven Begleitung durch die Fachkraft. Mit der gelungenen Übergangsgestaltung können sich die Krippenkinder gut auf den Krippenalltag einlassen und auch Sie als Fachkraft werden weniger gestresst sein.

 

ZIELGRUPPE:

Die Online-Seminare richten sich an Pädagog*innen und Menschen, die mit Kindern von 1 bis 4 Jahren arbeiten. 

 
Gerne können wir individuell einen Termin für Ihr Team vereinbaren. Nehmen Sie einfach Kontakt zu mir auf!