Fortbildungen Schwerpunkt 0-6 Jahre

 

"Ich interessiere mich für Deine Wirklichkeit!" - das Kind als handelndes Subjekt – Grundlagen der Freinetpädagogik

 

Für den Reformpädagoge Celestin Freinet stellte das freie, selbstbestimmte Handeln des Kindes in „tastenden Versuchen“ ein wesentliches Merkmal seiner Pädagogik dar. Kinder möchte „arbeiten“, kreative Lösungen finden, sie möchten sich beteiligen, gehört und gesehen werden und sich im Dialog mit dem Erwachsenen durch seinen individuellen, ureigensten, freien Ausdruck mitteilen. Die Fortbildung beschäftigt sich mit folgenden Fragen: Welche Haltung, welches Bild vom Kind und welches Grundverständnis von Lernen ist Voraussetzung dafür, dass die Fachkraft im Sinne einer gelingenden Freinetpädagogik das Kind begleiten und den Ansatz in der Praxis umsetzen kann?  

 

 

"Wo bin ich hier und wie geht es mir?" - Raumgestaltung in der Kita

 

Nicht nur das Spielmaterial, was in einer Kita vorhanden ist, hat Einfluss auf die Lern,- Bildungs- und Entwicklungsmöglichkeiten des Kindes – auch dem Raum kommt hier eine Wesentliche Rolle zu. Was braucht es jedoch, damit Kinder Raum für kreatives Spiel, Rückzug, Bewegung und Kommunikation haben? Wie können Lernwerkstätten, Rückzugsorte  und Forscherräume gestaltet werden? Braucht es in der Krippe bereits Funktionsräume und was sollte für welche Altersgruppe vorhanden sein?
Diesen und weiteren Fragen werden wir uns auf der Basis von Hintergrundwissen über die Entwicklung und Bedürfnisse von Kindern in dieser Fortbildung widmen.

 

 

"Gemeinsam das Kind begleiten" - Zusammenarbeit mit Familien

 

Die Erziehung und Bildung der Kinder sollte als gemeinschaftliche Aufgabe von Müttern und Vätern und der pädagogischen Fachkraft verstanden werden. Ein stetiger, wertschätzender Austausch über die Entwicklung des Kindes und die Möglichkeiten der Begleitung und Unterstützung seiner Bildungsprozesse, sollte die Zusammenarbeit ausmachen. Die Systemische Sichtweise auf Familien trägt zu einem größeren Verständnis für bestehende Zusammenhänge von Systemen bei und hat Einfluss auf unsere Haltung allen Beteiligten gegenüber. Auf die Wünsche, Bedürfnisse und Erwartungen von Seiten der Familien zu schauen, wird ebenfalls Thema der Fortbildung sein. Und auch, wie sich die Zusammenarbeit gestalten lässt, wie man Gespräche mit Erziehungspersonen vorbereiten und durchführen kann und welche Formen es konkret im Kita Alltag gibt.

  

 

"Wir gestalten Übergänge" – Transitionen im Kitaalltag

 

Den ersten Übergang erlebt ein Kind, wenn es auf die Welt kommt. Es kommt aus dem Mutterleib in die Welt, muss selbst atmen, essen, sich eigenständig in freiem Raum bewegen lernen. Viele weiter kleine Übergänge folgen und irgendwann steht die Eingewöhnung in einer Kita an! Ein wesentlicher und großer Übergang, der sorgfältig geplant, begleitet und durchgeführt werden sollte. Sowohl den Familien, als vor allem auch der Fachkraft kommen hier wichtige Aufgaben zu. Wenn das Kind von einer Instituion in eine andere wechselt, ist das erneut ein Übergang, der ebenfalls sensibel begleitet werden sollte, so dass das Kind die neue Situation leichter annehmen und den Wechsel gut bewältigen wird. Wie das konkret aussehen kann wird in dieser Fortbildung erarbeitet.

 

 

"Rotkäppchen trifft Hans im Glück" - Die Bedeutung von Märchen für Kinder

 

„Märchen sind veraltet“, mit dieser Aussage wird man immer wieder konfrontiert. Warum also sollten wir Kindern Märchen erzählen, ist das zeitgemäß? Dass es jedoch viele Gründe gibt, die dafür sprechen und warum sich das Erzählen von Märchen auf die Persönlichkeitsentwicklung des Kindes auswirkt und diese positiv unterstützen kann, werden wir in dieser Fortbildung erarbeiten. Thema wird auch sein, was es beim erzählen zu beachten gilt, welche Bedeutung der Atmosphäre zukommt und welches Märchen sich für welche Altersstufe eignet. In den Genuss einem Märchen zu lauschen werden die Teilnehmer auch kommen.

 

 

"Die seelische Widerstandsfähigkeit von Kindern stärken – Resilienz

 

Mit Resilienz wird man nicht geboren – man erwirbt sie sich im Laufe der Kindheit und anhand der Erfahrungen, die man macht.  Ein „resilientes Kind“ ist in der Lage auf Strategien zurückgreifen, die ihm helfen in schwierigen Situation zurecht zu kommen und diese zu meistern. Die Entwicklung der seelischen Widerstandsfähigkeit kann jedoch von vielen Risikofaktoren beeinflusst werden.  Einer Kindertagesstätte kommt im Bezug auf Resilienzförderung eine große Bedeutung zu, denn sie hat mit den richtigen Rahmendbedingungen  und kompetenten Fachkräften Einflussmöglichkeiten auf die Entwicklung der Resilienz. Was genau es braucht, damit sich Kinder zu einer „resilienten“ Person entwickeln können,  soll in dieser Fortbildung behandelt werden. Darüber hinaus wird es auch um die eigene Resilienz und deren Auswirkung auf die Arbeit gehen.